In den Talauen von Rednitz und Regnitz wird seit Jahrhunderten die Kulturtechnik der Wiesenbewässerung betrieben. Mit vom Fluss entnommenem Wasser werden dabei Wiesen über ein Grabenstausystem im Rieselverfahren bewässert. Als Wasserhebetechnik kamen ursprünglich Schöpfräder zum Einsatz, inzwischen sind diese weitestgehend durch Pumpanlagen ersetzt. Im Dezember 2023 wurde die traditionelle Wiesenbewässerung der fränkischen Wässerwiesen von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe der Menschheit anerkannt.
Die Nachbarkommunen Baiersdorf und Möhrendorf haben beide Anteile an der Wässerwiesenbewirtschaftung im Regnitzgrund. Der Förderverein ist mit den beiden Kommunen im Austausch, um nach Möglichkeiten zu suchen, wie die Kultur der Wässerwiesen im Rahmen eines Naherholungsprojektes gewürdigt werden kann. Im Mittelpunkt steht die Idee, mit (digitalen) Stationen entlang von vorhandenen Wegen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Wässerwiesen zu informieren. Rückgrat kann ein Weg sein, der eine Pumpstation an der Regnitzbrücke in Baiersdorf mit den Wasserschöpfrädern in Möhrendorf verbindet.